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Peru

Madre de Dios / Sandoval Lake
Im April 99 besuchten wir den Madre de Dios und den Sandoval See. Erreichbar ist der Madre de Dios mit dem Flugzeug von Cusco nach Puerto Maldonado. Weiter geht es dann mit motorisierten Booten auf dem Rio Madre de Dios Richtung Schutzgebiete. Ein kleiner Abstecher lohnt sich zum Wrack der "Fitzcarraldo" das die Idee zu dem gleichnamigen Film mit Klaus Kiniski lieferte. Die "Fitzcarraldo" liegt gegenüber der Tambo Lodge in einer Senke und ist vom Fluß aus in wenigen Minuten zu erreichen.
Kurz darauf erreicht man die Anlegestelle am Weg zum Sandoval See der in einem Naturschutzgebiet liegt. Von hier aus sind es rund 30 Minuten bis zu einem kleinen Kanal über den man zum Sandoval See kommt. Der See ist aus einer ehemaligen Flussschleife des Rio Madre de Dios entstanden. Mit Ruderbooten - auf dem See sind aus Naturschutzgründen Motorboote verboten - erreichten wir bald die Sandoval Lake Lodge, unsere Unterkunft für die nächsten Tage.

Die Lodge bot uns einen ausgezeichneten Stüztpunkt für unsere Beobachtungstouren der Natur in diesem Schutzgebiet. Sie verfügt über ausreichend Boote, darunter einen "Katamaran" bestehend aus zwei Einbäumen mit einer Plattform darauf sowie einem Einbaum mit zwei Auslegern und Tarnnetzverbau. Beide Boote eigenen sich hervorragend zum Fotografieren, da sie eine relativ stabile Plattform für Stative bieten. Neben der Lodge steht ein Turm mit "Beobachtungsplattform" der allerdings nur für schwindelfreie Kletterer geeignet ist.

Interessant sind auch Touren zu Fuß durch den Regenwald auf den Wegen der Paranuß-Sammler an denen sich eine Vielzahl von Bäumen, Kleintieren wie Termiten, Blattscheiderameisen, Raupen, Schmetterlinge und die Vogelwelt beobachten läßt.
Für die Beobachtung und das Fotografieren von Vögeln und Affen eignet sich allerdings der See mehr, da man von hier aus eine bessere Sicht hat. Bereits das Beobachten der Aras vom See aus macht die ganze Reise zum Sandoval See lohnenswert. Dazu kommen Kormorane, Fledermäuse, Kaimane und Schildkröten. Ebenso gibt es am Sandoval See den Riesenfischotter, den wir allerdings nicht beobachten konnten.

Insgesamt machte uns das Schutzgebiet einen sehr guten Eindruck, ausserhalb der beiden Lodges am See trafen wir keine Menschen, auch wenn die Spuren auf eine geringe Nutzung des Schutzgebietes in Form von Paranußsammeln und Fischfang deuteten.

Info: Sehr engangiert ist Roger K. Peter, der Leiter der Lodge ist. Roger ist deutscher und per e-mail unter sll@computextos.net zu erreichen.


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